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Das Ego, bis heute bin ich mir nicht sicher, was ich von diesem Anteil in mir halten soll. Einerseits macht es das Leben ziemlich ungemütlich und andererseits ist es in letzter Instanz so essenziell, wenn man seinen eigenen Erkenntnisweg hin zur Schicksalsharmonie beschreiten möchte. Dem Ego ist das was ist nie genug, das Ego bläst die eigenen Themen meist auf, wie Luftballon, macht aus Mücken Elefanten. Grundsätzlich legt es einen Schleier um uns, der das Handeln aus unserem wahren Selbst erschwert. Das Stichwort lautet Identifikation. Mit der Identifikation dieses Anteils an uns schließt sich die Türe zur Erkenntnis, dass es nun über den Sinnen und dem Verstand, eine höhere, reinere Wirklichkeit gibt. Dennoch ist es paradoxer Weise existenziell, denn ohne Kontrast, ohne das vom Ego erzeugte Gefühl des Mangels und des Leides, gäbe es die Wertschätzung deren Gegenteile nicht. Das Ego ist also nichts was vernichtet werden muss, vielmehr ist es ein Werkzeug zur Selbsterkenntnis, sofern die Identifikation schrittweise aufgehoben wird. Ich selbst bin wohl noch immer zu großen Teilen mit dem Ego identifiziert.

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